Rechtsanwalt Kümpfbeck München

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Rechtsanwalt Insolvenzrecht München - Insolvenz, Insolvenzverschleppung, Zahlungsunfähigkeit

Insolvenz (teilweise umgangssprachlich auch noch mit dem veralteten Begriff „Konkurs" bezeichnet) liegt im Grundsatz immer dann vor, wenn ein Schuldner nicht mehr in der Lage ist, seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern nachzukommen, d.h. wenn ein Fall der Zahlungsunfähigkeit, der drohenden Zahlungsunfähigkeit oder der Überschuldung vorliegt.

 

Zu unterscheiden ist dabei zwischen der Privat- / Verbraucherinsolvenz, also der Insolvenz einer natürlichen Person und der Insolvenz einer juristischer Personen (z.B. einer GmbH).

 

Im Falle der Überschuldung einer natürlichen Person, steht dem jeweiligen Schuldner der Weg der sogenannten Verbraucherinsolvenz offen, d.h. der Schuldner kann, nach vorheriger Bestandsaufnahme seiner Gesamtschulden und dem Versuch mit den Gläubigern einen außergerichtlichen Einigungsversuch zu erzielen, einen Antrag auf Insolvenz stellen und nach entsprechender Bewilligung durch das Gericht, nach Ablauf einer 6jährigen Wohlverhaltensphase, eine Restschuldbefreiung erlangen und damit wieder schuldenfrei werden.

 

Im Falle der Überschuldung einer juristischen Person, d.h. im Falle des Vorliegens einer der in den § 16 ff. InsO geregelten Insolvenzvoraussetzungen (sog. Eröffnungsgründe), ist es zunächst einmal für den jeweiligen Geschäftsführer von elementarer Bedeutung ohne Zeitverzug die notwendigen Schritte zur Eröffnung des Insolvenzverfahren einzuleiten. Handelt der Geschäftsführer nicht oder nicht rechtzeitig, besteht die Gefahr sich der Insolvenzverschleppung oder -im schlimmsten Fall- des Bankrotts strafbar zu machen, wobei sowohl der Straftatbestand der Insolvenzverschleppung, als auch der Straftatbestand des Bankrotts mit empfindlichen Geld- oder Freiheitsstrafen strafbewehrt sind. Unserer Erfahrungen in der täglichen Praxis als Strafverteidiger nach, ist üblicherweise bereits im Falle des Vorliegens der Vorraussetzungen eines Falles der einfachen Insolvenzschleppung mit Geldstrafen von teilweise über 90 Tagessätzen zu rechnen.

 

Nach Stellung des Antrags auf Insolvenzeröffnung, wird von Seiten des Insolvenzgerichts der Antrag zunächst geprüft, sofern die Insolvenzvoraussetzungen tatsächlich vorliegen, mittels Eröffnungsbeschluss ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestimmt und damit die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über die Insolvenzmasse auf den Insolvenzverwalter übertragen, bzw. diese dem Geschäftsführer entzogen. Ab diesem Zeitpunkt sind Einzelzwangsvollstreckungen in die Insolvenzmasse nicht mehr möglich. Die Gläubiger können Ihre Forderungen jedoch im Rahmen des Insolvenzverfahrens anmelden und werden durch den Insolvenzverwalter, je nachdem, ob die Insolvenzmasse ausreichend ist, zu einem späteren Zeitpunkt, vollumfänglich oder auch nur partiell (sog. Quote) befriedigt.

 

Selbstverständlich unterstützt Sie unsere Kanzlei sowohl in den Fällen der Privatinsolvenz, als auch im Falle der drohenden Insolvenz Ihres Unternehmens, sowie bei der Anmeldung von Forderungen im Insolvenzverfahren. Auch die Verteidigung aufgrund von begangenen Insolvenzstraftaten gehört zu unseren Kernkompetenzen.

Rechtsanwalt für Insolvenzrecht in München - Michael Kümpfbeck.